Die
STRABAG ist die operative Kernmarke der BAUHOLDING STRABAG
SE bzw. STRABAG AG, Köln. STRABAG in allen Bereichen der Bauindustrie
tätig und steht als großes europäisches Bauunternehmen weltweit
im Einsatz. Über 32.000 Mitarbeiter an über 500 Standorten
erbringen Bauleistungen von über 5,6 Mrd.EUR.
In
einem 14-monatigen Pilotprojekt mit den 3.200 PC-Nutzern des
Konzerns in Deutschland testete STRABAG eLearning mit den
Kursen und der Beratung von SkillSoft (zuvor Thomson NETg). Die Ziele dabei
waren neben einer Senkung der Kosten höhere IT-Kompetenz und
Produktivität im Umgang mit der IT sowie die Entwicklung einer
neuen Lernkultur.
Das Ergebnis kann
sich sehen lassen: Mit einer Nutzerquote von 26%, 756 Kursbenutzern,
204 Abschlusszertifikaten und einem positiven Return of Investment
ab dem 84. Nutzer konnte die STRABAG ihre Ziele auf ganzer
Linie erreichen.
Die konzernweite
Einführung von eLearning wird zur Zeit geprüft. Im Zusammenspiel
mit einer vereinheitlichten IT Infrastruktur soll auch e-Learning
eine Klammerfunktion bilden und damit einen Beitrag zur Integration
im Konzern leisten.
Im Januar
2004 begann STRABAG mit der deutschlandweiten Einführung von e-Learning
als Ergänzung der PC Anwendungsschulungen (Word, Excel, Lotus Notes)
des „Zentralen STRABAG Schulungsprogramms “. Das 14 monatige Pilotprojekt
mit 3.200 Mitarbeitern diente der Evaluierung der neuen Schulungsform
für den Gesamtkonzern. Das Ergebnis ist eine echte Erfolgsbilanz:
26% Nutzungsquote, 756 Teilnehmer und 204 ausgestellte Zertifikate.
Als André Bernhardt, Niederlassungsleiter der InfoSys GmbH, dem
konzerneigenen IT-Dienstleister der STRABAG, im Herbst 2003 die
Personalentwicklung aufsuchte, um über höhere IT Kompetenz im Unternehmen
zu sprechen, kam schnell auch die Möglichkeit „eLearning “ zur Sprache.
Petra Bunse, Projekt leiterin eLearning bei STRABAG, erinnert sich:
„Diese neue Lernform war seit einiger Zeit Thema in der Personalentwicklung.
In der Presse gab es sowohl Erfolgsberichte als auch Beiträge mit
eher kritischem Tenor. Die Frage war, ob sich eLearning für STRABAG
als zielführende und wirtschaftliche Alternative erweisen würde.“
Vor Projektbeginn: klare Zielsetzungen
Für die
InfoSys war das zentrale Ziel der Schulungsmaßnahme die Erhöhung
der IT-Kompetenz. Die Generation von Mitarbeitern, die nicht mit
Computern aufgewachsen ist, bildet konzernweit noch eine relativ
große Gruppe. Das normale Seminar-Angebot zu den Endanwender-Programmen
hatte bisher nicht zur Erreichung des ewünschten Niveaus in der
IT Kompetenz geführt.
Die Personalentwicklung definierte ein weiteres wichtiges Ziel der
neuen Schulungsmaßnahme: Die Entwicklung einer neuen Lernkultur,
bei der eigenverantwortliches Lernen und selbstständiges Problemlösen
im Vordergrund stehen.
Und schließlich sollte eLearning auch zur Kostensenkung beitragen.
Der Dreh-und Angelpunkt für die erfolgreiche Umsetzung – das war
den Verantwortlichen bei STRABAG klar – lag in der Motivation aller
Beteiligten zu einer regen Nutzung..
Zielgerichtete Information: der Schlüssel zum Erfolg
Nach dem
„Okay “ des Vorstands machte sich das Projektteam daran, die rund
40 Direktionsleiter der STRABAG von den neuen Lernmethoden zu überzeugen.
„Die ständige Verfügbarkeit von eLearning bedeutet, dass die Fortbildung
nicht mehr einzeln vom Direktionsleiter genehmigt werden muss“,
erläutert Petra Bunse die Vorteile. „Die Abwesenheitszeit der Mitarbeiter
ist reduziert, die Kosten werden nicht individuell, sondern per
Umlage verrechnet.“
Wichtig war es,den Vorgesetzten deutlich zu machen,dass Lernen für
ihre Mitarbeiter keine Pausenzeit ist: „e-Learning ist anstrengend
– und das Selbststudium stellt sehr hohe Anforderungen an die Konzentration
der Teilnehmer“, davon ist André Bernhardt überzeugt.
Eine Pilotgruppe von Mitarbeitern aus der Personalentwicklung, der
InfoSys und 20 Auszubildenden wurde vorab in das Thema eingeführt.
Diese Kollegen dienten als Multiplikatoren.
Das interne Marketing: Kontinuität ist wichtig
Im Herbst 2003 begann STRABAG die Migration von Windows NT auf XP.
„Diese Software-Umstellung nutzten wir als Anlass und Anschub für
die Einführung der neuen Schulungsform “, erläutert André Bernhardt.
„Durch die neue Software gab es sowohl im Management als auch bei
den Mitarbeitern hohe Aufmerksamkeit.“
Den offiziellen Startschuss für das Pilotprojekt gab der Mentor,
Dr.Thomas Birtel, in einem deutschlandweiten Info-Email. In flächendeckenden
Veranstaltungen wurden dann jeweils 30 – 40 Mitarbeiter über die
Softwareumstellung und das neue Schulungsangebot informiert. Dabei
wurde ein gedruckter Flyer verteilt. Danach waren Intranet und Email
die Hauptkommunikationsformen. Auf der ersten Seite des Intranets
weist ein Newsticker regelmäßig auf eLearning hin. Das Thema wird
auch bei anderen Unternehmenskommunikationen immer integriert. In
der Mitarbeiterzeitung erschien ebenfalls ein Artikel.
„Statt einer aufwändigen Werbekampagne mit hohen Kosten setzen wir
auf Kontinuität “, berichtet Petra Bunse. „Wir erklären den Mitarbeitern,dass
das Schulungsangebot keinen Zwang, sondern eine individuelle Chance
für sie darstellt.“ Den internen Aufwand hielt man bei STRABAG sehr
gering: Zum Kernteam des e-Learning Projekts gehören neben Petra
Bunse und André Bernhardt zwei weitere Kollegen der InfoSys, die
sich mit der Administration der Lernplattform beschäftigen. Nachfragen
zur Nutzung der Lernsoftware gibt es kaum, da diese sich selbst
erklärt.
Die Bilanz des Pilotprojekts: Hervorragende Nutzungsraten
Im März 2005 zählte das eLearning bei STRABAG 756 Nutzer, was einer
Nutzungsquote von 26% entspricht, 1.933 Lernstunden wurden bis zu
diesem Stichtag absolviert und 204 Zertifikate für mit Erfolg abgeschlossene
Kurse angefordert.
Bereits in den ersten Monaten des Pilotprojekts lag die Nutzung
bei 12%, ein sehr gutes Ergebnis für ein freiwilliges Angebot. „Die
Art des Lernens kommt bei unseren Mitarbeitern gut an “, berichtet
Petra Bunse. „Für eine Steigerung der Nutzungsraten sorgte nicht
nur unsere regelmäßige Kommunikation, sondern auch Mund-zu-Mund-Propaganda.
Als sich das Pilotprojekt dem Ende näherte, erhielten wir viele
Anfragen, ob denn das e-Learning auch weitergehen würde. Das hat
uns natürlich sehr gefreut!“
Die Zielerreichung: Klarer Projekterfolg
Eine Erhöhung der IT-Kompetenz und der Produktivität in der Arbeit
mit der IT sind bei STRABAG definitiv erzielt worden. Dies lässt
sich anhand zurückgehender Benutzeranfragen bei der InfoSys klar
belegen. Das e-Learning Angebot wird nicht nur zum Lernen, sondern
auch als Online-Hilfe genutzt.
„Verschiedene
positive Effekte haben sich hier überlagert “, erläutert André Bernhardt.
„Unsere STRABAG Standardinstallation hat ebenso dazu beigetragen
wie die höhere PC-Kompetenz der nachwachsenden Generation. Klar
ist aber, dass 26% unserer PC-Nutzer aktiv gelernt hat, um die eigene
Kompetenz zu verbessern.“
Die aktive Nutzung der Kurse belegt auch, dass es mit „STRABAG eLearning
“ gelungen ist, unter den Mitarbeitern ein offensichtliches, messbares
Interesse sowie die Motivation zu eigenständigem Lernen zu wecken.
„Damit sind wir auch auf dem Weg in eine neue Lernkultur, die Selbstständigkeit
und Eigenverantwortung im Sinne unserer Unternehmensziele fördert,
deutlich vorangekommen “, freut sich der Mentor, Dr.Thomas Birtel.
Die Zusammenarbeit mit SkillSoft beurteilt Projektleiterin Petra
Bunse durchweg positiv: „Mit SkillSoft haben wir einen Partner,
der mit einer umfassenden Produktpalette unsere Anforderungen abdecken
kann und gleichzeitig durch kompetente, persönliche Ansprechpartner
eine hohe Kunden und Serviceorientierung gewährleistet.“
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